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***Waldspaziergang***

 

Der Wald ist bedroht. Er fällt industriellen und landwirtschaftlichen Bedürfnissen der Menschen zum Opfer, die Trockenheit der letzten Jahre lässt die Bäume sterben – der Klimawandel ist unübersehbar. Umso wichtiger ist es, die Menschen dafür zu sensibilisieren, welche Bedeutung der Wald hat. Und damit kann man nicht früh genug beginnen.

Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst e.V. (BI), die sich seit mehr als zehn Jahren vehement gegen die Bebauungspläne der Stadt Lingen zwecks Entwicklung eines Gewerbe- und Industriegebietes im Wald und der damit verbundenen Abholzung wehrt, organisiert Waldspaziergänge, um über den Zustand des Waldes zu informieren. Zum zweiten Mal wurden Kinder zu der Veranstaltung eingeladen. Nachdem vor drei Jahren Schülerinnen und Schüler der Grundschule Altenlingen sich mit der Waldpädagogin Cornelia Köster auf den Weg durch den Altenlingener Forst gemacht hatten, waren diesmal Zweitklässler der Matthias-Claudius-Schule dabei. „Wir wollen die Kinder an den Wald heranführen, damit sie erfahren, welche Schätze er enthält und wie wichtig er für uns ist“, erklärte Ingrid Wienberg-Schmolke (BI). Felicia wusste, welche Bedeutung der Wald für die Menschen hat. „Wenn alle Bäume weg wären, könnten wir gar nicht leben, weil in den Bäumen der Sauerstoff ist“, sagte sie.

Der Vorsitzende des Vereins Rainer Schäfer bedauerte, dass coronabedingt eine lange Pause eingelegt werden musste, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Waldspaziergänge wieder im jährlichen Turnus durchgeführt werden können.

Nach dem kurzen „offiziellen“ Teil übernahm Cornelia Köster das Ruder.

Die Waldpädagogin weiß, wie sie die Kinder packen kann. Sie fragte: „Habt ihr Lust, mit mir etwas zu entdecken? Wisst ihr, wie viele Baumarten es in dem Wald gibt?“ Genau wussten es die Kinder nicht, aber sie tippten auf mehr als drei Arten. Schon nach wenigen Metern hatten sie eine Eiche, eine Kiefer und eine Eberesche entdeckt. Die Waldpädagogin musste ihnen die Namen nicht verraten, denn die Kinder waren sehr gut informiert. Aber Cornelia Köster hatte mehr zu bieten. Unter anderem erklärte sie, wie ein Kiefernzapfen aufgebaut ist und wie man sich den Namen des Baumes leicht merken kann: Die Kiefernnadeln bewegen sich auf und ab wie die menschlichen Kiefern. Und die Früchte der Eberesche sind bei den Vögeln sehr beliebt, weshalb der Baum auch Vogelbeere genannt wird.

Wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, kann man Überraschendes entdecken. Ein Kothäuflein ist eigentlich etwas, das man schnell umgeht. Doch unterwegs mit einer Waldpädagogin, wurde das Hindernis zu einer spannenden Entdeckung, denn auf dem Häufchen hatten sich mehrere Mistkäfer zu einer Mahlzeit zusammengefunden. Cornelia Köster nahm einen Käfer in die Hand und ließ die Kinder über den schillernden Panzer, die Fühler und die gezackten Beinchen staunen. Einige nahmen den Mistkäfer in die Hand und ließen ihn über den Arm kriechen. „Das kitzelt“, stellten sie fest. Sie erfuhren auch, dass eine Brennnessel nicht mehr brennt, wenn man die Härchen abstreift.

Bei solch spannenden Entdeckungen, kleinen Spielen und einer Picknick-Pause vergingen zwei Stunden im Wald wie im Flug.

Nach diesem Ausflug sind alle Kinder bestimmt davon überzeugt, dass der Altenlingener Forst bleiben muss. Und die Bürgerinitiative plant eine Wiederholung im nächsten Jahr. „Wir hoffen, dass Corona uns diesmal nicht mehr in die Quere kommt“, sagt Ingrid Wienberg-Schmolke. Es sei deutlich geworden, wie begeistert die Kinder gewesen sind und wie intensiv sie den Wald wahrgenommen haben. Der Waldspaziergang sei mit Sicherheit ein unvergessliches und nachhaltiges Erlebnis gewesen, ist sie überzeugt.

 

Bildunterschrift: Mit der Waldpädagogin Cornelia Köster (links) erkundeten Kinder von der Matthias-Claudius-Grundschule den Altenlingener Forst. Rechts im Bild Ingrid Wienberg-Schmolke von der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst e.V. 

Matthias-Claudius-Schule
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